Das Wesen

Der Australian Shepherd ist in erster Linie ein Arbeitshund. Ursprünglich wurde die Rasse auf starken Hütetrieb und Herdenschutztrieb gezüchtet. Verantwortungsvolle Züchter werden auch heute noch auf die Grundmerkmale des Australian Shepherd Bedacht nehmen.

 

Der Australian Shepherd ist ein ausgeglichener Hund, der sich in beinahe jede Alltagssituation eingliedert – vorausgesetzt er hat die Möglichkeit in der Nähe „seines“ Menschen zu sein. Er ist ein idealer Familienhund, der sich bereitwillig in sein Rudel eingliedert, das ebenso aus Kindern als auch anderen vierbeinigen Hausgenossen bestehen kann.

 

Doch erst dann, wenn dem Aussie seine „Arbeit“ im Leben zugeteilt wird, wird er diese Vorzüge entwickeln.

 

Wird dem Aussie nicht die Möglichkeit geboten seinen Arbeitswillen auszuleben, wird er sich alleine seine Aufgaben suchen. Dass dies meist nicht mit den Auffassungen der Menschen konform geht, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Durch seine Intelligenz und seinen Lerneifer, - Qualitäten, die sich aufgrund der Geschichte des Australian Shepherd entwickelt haben - gibt es eine Vielfalt an Aktivitäten.

 

Schaf- oder auch Rinderherden mussten zusammengehalten und über oft weite Strecken begleitet oder auch nachts über bewacht werden. Einzelne Tiere mussten ausgesondert werden, um sie zu tätowieren oder zu behandeln. Da Arbeitskräfte teuer und auch immer rarer werden, ist hier ein vierbeiniger Helfer herzlich willkommen, mehr noch – überaus wichtig.

 

Nun, es liegt auf der Hand, dass ein solcher „Arbeiter“ bestimmte Qualifikationen mitbringen muss:

 

Der Hund muss und musste robust und ausdauernd sein, um sich allen Wetterverhältnissen gleich anpassen zu können und bei der andauernden Arbeit auch über lange Strecken, oft an der Seite des Reiters, mithalten können. Er muss intelligent genug sein, selbständig richtig zu reagieren, wenn Tiere aus der Herde ausbrechen wollen oder zurückbleiben, um diese Aufgaben jeweils der Situation angepasst zu bewältigen.

 

Er muss wendig und behände genug sein, um in solchen Situationen Verletzungen zu vermeiden. Für manche Situationen muss er über eine doch aggressive und durchsetzungskräftige Arbeitsweise verfügen, um auch mit Rindern arbeiten zu können bzw. Gefahr von der Herde abzuwenden. Er muss leicht auszubilden sein, denn ein langes, intensives Training ist oft nicht möglich. Er muss eine überaus starke Bindung zu seinem Herrn aufbauen können, damit es für den Hund selbstverständlich ist, immer in der Umgebung des Besitzers zu sein. Immer aufzupassen wo sich der Hund befindet, ist für den Farmer nicht möglich. Der Hund durfte über keinen Jagdtrieb verfügen, um weder bei der Hüte- bzw. Herdenschutzarbeit falsche Aktionen zu setzen, noch sich von der Herde zu entfernen, um zu jagen. Sein Fell muss wetterresistent sein und sich dem Klima anpassen. Sein Haarkleid darf keiner aufwendigen Pflege bedürfen, es ist so beschaffen, dass Schmutz und ähnliches von selbst abfallen.

 

Die Rassehundezucht, wie wir sie heute kennen, wurde in früheren Zeiten noch nicht verfolgt. Verpaart wurden nur Tiere mit den besten Voraussetzungen und Merkmalen für die Arbeit.

 

So erhielt man einen Hund mit den Prädikaten - intelligent, lern- und besonders arbeitswillig, beschützend, robust, vielseitig, aufmerksam

und lebhaft, kräftig und ausdauernd, außergewöhnlich beweglich und seinem Herrn treu ergeben – den Australian Shepherd!

 

Quelle und Copyright by www.australian-shepherd.at